Als Kurator konzi­piere und ermög­liche ich Erfah­rungen mit Kunst. Dabei arbeite ich inter­dis­zi­plinär, mit einem beson­deren Fokus auf die freien darstel­lenden Künste. Mein beson­deres Interesse gilt Festivals als temporäre Ereig­nisse der Zusam­men­kunft von künst­le­ri­schen Positionen, Ästhe­tiken, Menschen und Themen, ihrer Innova­ti­ons­kraft für die Künste und ihre Möglichkeit, offene Räume des Austau­sches zu schaffen. 

Aktuell arbeite ich als Kurator und Teil der Festi­val­leitung für OSTEN –Festival für Kunst und gegen­sei­tiges Interesse – und entwickle dafür site-spezi­fische Programme für und mit der lokalen Bevöl­kerung in Bitterfeld-Wolfen.

Dafür entstanden unter anderem die Arbeiten TYRANNOSAURUS REGINA des feminis­ti­schen Kollektivs hannsjana, die ortsspe­zi­fische Raumer­kundung „Gebäude 041“ oder die Arbeit „neube­lichtet – ein Album für Bitterfeld-Wolfen“ von Anke Heelemann, die ich kurato­risch begleitet habe. 

Als Kurator besitze ich ein inter­dis­zi­pli­näres Profil und Erfahrung in den darstel­lenden sowie bildenden Künsten und auch in der musealen Arbeit. Als Teil des kurato­ri­schen Teams von Faust. Eine Ausstellung, die bis November 2027 im Schiller-Museum der Klassik Stiftung Weimar zu sehen ist, haben wir uns mit Faust – Goethes Hauptwerk – beschäftigt und den Text sowie seine Entste­hungs­ge­schichte histo­risch korrekt und ästhe­tisch anspre­chend für unter­schied­liche Besucher:innen präsen­tiert. 

Neben Veran­stal­tungen und Ausstel­lungen habe ich auch an Publi­ka­tions- und Buchpro­jekten mitge­ar­beitet. Die Publi­kation FÜR KUNST UND GEGENSEITIGES INTERESSE. FESTIVAL OSTEN versucht die Idee und Atmosphäre des Festivals in Buchform zu übertragen. Das Buch GOETHES FAUST. NACHRICHTEN AN DAS 21. JAHRHUNDERT ist der ergän­zende Begleitband zur Weimarer Ausstellung, der die Themen­schwer­punkte der Ausstellung weiter ausführt.

Meine Erfah­rungen als künst­le­ri­scher Produk­ti­ons­leiter ermög­lichen es mir, Projekte und Programme nicht nur inhaltlich zu entwi­ckeln, sondern auch realis­tisch zu planen. In der Vergan­genheit habe ich das Oratorium MANİFEST(O) von Marc Sinan im bundes­weiten Projekt „Kein Schluss­strich!“ gegen das Vergessen der Opfer des rechts­extre­mis­ti­schen NSU reali­siert, die Tanzper­for­mances DADDY SHOT MY RABBIT und SEX MIT MADONNA von Chris Jäger produ­ziert oder im Produk­ti­onsteam des Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin gearbeitet.