Marc Sinan
Bundesweit
2021
Im Rahmen von »Kein Schlussstrich! – Ein bundesweites Theaterprojekt zum NSU-Komplex« wurde der Musiker und Komponist Marc Sinan mit der Komposition eines Oratoriums beauftragt, das ausgehend von den Taten des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) rassistische Strukturen und strukturelle Diskriminierung in der deutschen Gesellschaft reflektiert und über das verbindende Element der Musik eine kollektive Erfahrung schafft, die die Utopie eines zeitgemäßen humanistischen Zusammenlebens verfolgt.
Das Oratorium besteht dabei aus acht Einzelteilen, die in zwei Wochen bundesweit in vierzehn Städten aufgeführt werden und an drei Terminen mittels Videoübertragungen zu einem raumübergreifenden Gesamtkunstwerk verbunden werden. Die Einzelteile sind dabei Konzerte oder Performances mit einem großen partizipativen Charakter. Unter anderem treten zahlreiche Amateursänger*innen, Kinder und Jugendliche und professionelle wie renommierte Musiker*innen und Orchester auf. Die Aufführungen finden an den Orten statt, die mit den Verbrechen des sog. NSU oder anderer rassistischer und diskriminierender Taten in Verbindung stehen. Zusätzlich zu den Aufführungen in Chemnitz, Dortmund, Eisenach, Hamburg, Heilbronn, Jena, Kassel, Köln, München, Nürnberg, Plauen, Rostock, Rudolstadt und Zwickau sind alle Teilprojekte per Livestream zu sehen.
Als künstlerischer Produktionsleiter für »MANİFEST(O)« verantwortete ich den gesamten Produktionsprozess und koordinierte die Absprachen mit den Theatern und Kulturinstitutionen in allen Städten, mit den technischen Dienstleistern, den Künstler*innen und weiteren Akteur*innen.




