Switch

Ada Mukhína

Lecture Perfor­mance, 2026

„Switch” beschreibt das An- und Abschalten als politi­sches Macht­in­strument. Wie 1948, als während der „Energie­blo­ckade“  aus der Schalt­warte des Kraft­werks Zschor­newitz die Energie­ver­sorgung West-Berlins unter­brochen wurde. Oder in jüngsten Drohungen Russlands gegen die Europäische Union, den “Gashahn abzudrehen”.

„Switch” beschreibt auch eine Person mit flexiblen Vorlieben in sexuellen Rollen­spielen. Die Petro-Masku­li­nität (die Verknüpfung von weißer, hegemo­nialer Männlichkeit mit einem Festhalten an fossilen Brenn­stoffen, Klima­wan­del­leugnung und Autori­ta­rismus) des deutschen rechts­extremen Milieus zeigt den überra­schenden Wunsch, gleich­zeitig dominant und unter­würfig zu sein, wenn es um die Abhän­gigkeit von russi­schem Gas geht.

„Switch” beschreibt die Richtungs­än­derung wie auch die Suche nach neuen Strategien und Wegen, um mit den globalen Energie­po­li­tiken und Macht­kämpfen umzugehen.

Konzept: SWITCHCRAFT WERK / Ada Mukhína

Text, Regie, Perfor­mance: Ada Mukhína

Beratung für Energie-Geistes­wis­sen­schaften: Dr. Cara New Daggett

Drama­tur­gische Begleitung: Martin Naundorf & Aljoscha Begrich

Produk­ti­ons­leitung: xplusdrei Produk­ti­onsbüro (Marit Buchmeier + Lisanne Grotz)

Ort: Kraftwerk Zschor­newitz

Kopro­duktion: Festival OSTEN

Datum: 12.+13. September 2026