neubelichtung

Anke Heele­mann

Instal­la­tion, 2024

Welches Bild zeichnen private Fotogra­fien vom Leben und den Umbrü­chen in der ORWO-Stadt Bitter­feld-Wolfen? Wie haben die Menschen hier ihre Welt fotogra­fisch festge­halten? Ein Jahr lang hat sich die Medien­künst­lerin Anke Heele­mann in mehreren Sammel­stellen auf die Suche nach privaten Fotos und Geschichten gemacht. Dank zahlrei­cher Beiträge konnte sie die unter­schied­lichsten persön­li­chen Perspek­tiven zusam­men­tragen – aus Fotoalben, Erinne­rungs­kisten und Brigade-Tagebü­chern, querbeet durch das letzte Jahrhun­dert. Die Bilder zeigen das Alltäg­liche des Lebens, zugleich Bemer­kens­wertes und Ungewöhn­li­ches – Famili­en­feiern, Alltags­szenen, Ausflüge. Sie offen­baren aber auch ganz beiläufig die Geschichte einer Region. Die Fotosamm­lung hat Heele­mann aufbe­reitet und beim Festival einge­laden, die Seiten eines großen Fotoal­bums mit den Fotogra­fien, Bildun­ter­schriften und Zitaten zu gestalten und zu kommen­tieren. Die Besucher:innen konnten so ihre ganz indivi­du­elle Perspek­tive auf Gestern, Heute und Morgen festhalten und gemeinsam die Geschichte Bitter­feld-Wolfens neu belichten.

Als Kurator des Festi­vals OSTEN beglei­tete die Arbeit von der ersten Idee bis zur erstma­ligen Präsentation.