Faust. Eine Ausstellung

Schiller-Museum, Weimar

2025

Verstaubte Pflicht­lek­türe? Mitnichten! 

Wir befreien Faust von seinen (gelben) Buchde­ckeln und bieten mit der inter­ak­tiven und multi­me­dialen Ausstel­lung im Schiller-Museum Goethes litera­ri­sches Universum zum Anschauen, Mitma­chen und Weiterdenken. 

Das Streben nach ewiger Jugend und Allwis­sen­heit, die Ausbeu­tung der Natur und die verhäng­nis­volle Sehnsucht nach Macht in einer kapita­lis­ti­schen Welt – alles, was uns beschäf­tigt, ist in Goethes Werk bereits Thema. Die Litera­tur­aus­stel­lung Faust­in­sze­niert erstmals eine aktuelle Lesart und fragt danach, was uns die Geschichte des streb­samen, krisen­ge­schüt­telten Wissen­schaft­lers Heinrich Faust und seines teufli­schen Beglei­ters heute noch zu sagen haben. 

Die Ausstel­lung entwi­ckelt dafür eigene Darstel­lungs­formen und Medien, unter anderem in Zusam­men­ar­beit mit dem renom­mierten Comic-Künstler Simon Schwartz, der Grafi­kerin Ariane Spanier und Film-Expert*innen der Deutschen Kinema­thek. Tauchen Sie mittels ausdrucks­starker Typogra­phien und einer Collage aus Faust-Filmen ein in die Tragödie über Mensch­lich­keit, Erkenntnis und Verführung. 

Themen­in­seln zur Natur, den Geschlech­ter­ver­hält­nissen oder dem Kapitalozän beleuchten die erstaun­liche Gegen­wär­tig­keit des Goethe‘schen Sprach­kunst­werks. Den Schwer­punkt der Schau bilden die Objekte aus Goethes großen Sammlungen der Natur und Kunst – hier wird gezeigt, was der berühmte Autor gesehen, womit er sich ausein­an­der­ge­setzt hat, als er den Faust verfasste. 

Faust. Eine Ausstel­lung ist eine Einla­dung, sich diesem einzig­artig vieldeu­tigen Werk anzunä­hern, die sich an alle richtet: an Menschen, die den Faust gelesen haben, an Menschen, die das noch vorhaben und an Menschen, die sich noch nicht sicher sind, ob das etwas für sie ist. 

Klassik Stiftung Weimar

Laufzeit: 1.5.2025–1.11.2027

Kurato­ri­sches Team: Petra Lutz, Ira Klinken­busch, Martin Naundorf, Martin Peschken, Nanny Schedler, Laura Stieg

Gestal­tung: Franke Steinert

Grafik: Ariane Spanier