documenta 2024

Die documenta gilt seit ihrer Gründung 1955 als einer der wichtigsten Orte für zeitgenössische Kunst und gesellschaftliche Debatten. Alle fünf Jahre verwandelt sie Kassel in ein internationales Labor, in dem Künstler*innen, Kollektive und Institutionen neue Formen des Denkens und Zeigens erproben. Im Zentrum steht dabei weniger ein abgeschlossenes Narrativ als ein offener Prozess: Fragen nach Öffentlichkeit, Erinnerung, Materialität und politischer Verantwortung werden sichtbar, verhandelbar und manchmal auch strittig.

Das Projekt nähert sich der documenta als einem vielschichtigen Gefüge aus Ausstellungen, Archiven, Begegnungen und Konflikten. Es untersucht, wie künstlerische Praktiken Räume schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander bestehen können – und wie diese Räume zugleich von historischen, sozialen und ökonomischen Bedingungen geprägt sind. Dabei interessiert besonders, wie die documenta immer wieder versucht, globale Kunstproduktion mit lokalen Kontexten zu verschränken und welche Spannungen daraus entstehen.